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Innung für Ortho-
pädie-Schuhtechnik
Mittelrhein-Pfalz


Hoevelstraße 19
56073 Koblenz

Tel. 02 61 / 40 630-0
Fax 02 61 / 40 630-30

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schuhtechnik-rlp.de
Aktuelles

Wir möchten Sie auf unserer neuen Homepage begrüßen. Die Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz präsentiert sich in neuem Outfit und bietet allen Nutzern umfangreiche Informationen zu unserem Handwerk.

Ganz wichtig: Hier finden Sie auch den Betrieb in Ihrer Nähe !!

 

Stiefelette mit Rosenmuster brachte den Sieg
Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz: Betrieb als begehrter Ausbildungsort

Eine schwarze Stiefelette mit Rosenmuster brachte Sarah Heckmann den Sieg. Mit ihrem Gesellenstück landete die Orthopädie-Schuhtechnikerin aus Lahnstein auf dem ersten Platz auf Landesebene beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks. Geehrt wurde die talentierte Berufsanfängerin jetzt im Rahmen der Herbstversammlung der Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz im Koblenzer Servicehaus Handwerk. Auch bei den Vorträgen stand das Thema Berufsnachwuchs ganz oben. Manfred Schritz von der Handwerkskammer Koblenz hatte wertvolle Handreichungen parat, wie der ausbildende Betriebsinhaber seinen Azubi bestmöglich fördern kann.

Berufsnachwuchs im Handwerk zu finden und dann auch zu halten ist bekanntlich schwer dieser Tage. Da dürfte der Vortrag des Assessors der HwK Koblenz gerade recht gekommen sein. Das duale Ausbildungssystem, um das Deutschland vielfach beneidet wird, sieht vor, die jungen Leute zweigleisig auszubilden - in Ausbildungsbetrieb und Berufsschule zugleich. Damit es engagierten Betriebsinhabern noch besser gelingt, ihre Nachwuchskräfte erfolgreich unter die Fittiche zu nehmen, gab Manfred Schritz anhand verschiedener Module Tipps, wie die Ausbildungszeit strukturiert und der Azubi in die Arbeitsabläufe eingebunden werden kann. Zudem gab er Lösungsvorschläge für die verschiedensten Probleme. Das Ziel: Der Betrieb als begehrter Ausbildungsort. Und Azubis, die sich gern an das Unternehmen binden.

Die meisten jungen Leute finden über ein Praktikum den Weg in die Ausbildung. Wie also kann ein solches Praktikum effektiv genutzt werden, um den Interessenten für sich zu gewinnen? Wie sieht ein gelungener Ausbildungsstart aus? Wie kann man vorplanen, wie motivieren? Diesen Fragen und noch vielen mehr ging Manfred Schritz nach.

Interessierte Betriebsinhaber können sich an die HwK wenden, um ebenfalls vom Leitfaden für Qualität in der Ausbildung zu profitieren.

Offenbar alles richtig gemacht hat Jaeger Orthopädie aus Lahnstein. Denn dies ist der Ausbildungsbetrieb, in dem Sarah Heckmann gelernt hat. „Ich habe zunächst Biologie studiert“, erzählt die junge Orthopädie-Schuhtechnikerin. „Aber da hat mir was gefeht: das Handwerkliche, das Medizinische, das Soziale, die Kreativität.“ All dies hat sie nun in ihrem Beruf gefunden. Wichtig war ihr, dass das Gesellenstück – eine Stiefelette mit Arthrodesenkappe - nicht nur seine Funktion erfüllt, sondern auch durch ein modernes Design besticht. Das ist ihr gelungen. Gerne gratulierten Karl-Heinz Weber, Obermeister der Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz und Geschäftsführer Karlheinz Gaschler zum Landessieg, auch mit der Hoffnung, über Öffentlichkeitsarbeit das Berufsbild bekannter zu machen.

„Es muss der Wille da sein, Menschen zu helfen wieder schmerzfrei zu sein, und es braucht Einfühlungsvermögen“, so beschreibt Innungsmitglied Anja Debernitz, Geschäftsführerin von Sporthopädie Rosenbach in Koblenz, die Kernkompetenz, die sie sich von den Azubis wünscht.

Wer sein Hintergrundwissen zum Beruf weiter vertiefen möchte, ist in der Uni Gießen an der richtigen Adresse. Denn hier ist Dr. Thomas Stief Dozent für Biomechanik. Der Experte hielt einen Vortrag darüber, was Biomechanik ist, wie seitens der Wissenschaft versucht wird, Bewegungsabläufe möglichst exakt zu verstehen und zu beschreiben.

Schlussendlich waren im Rahmen der Innungsversammlung Silberne Meisterbriefe zu vergeben. Geehrt wurden die Orthopädieschuhmachermeister Joachim Clemenz und Klaus Adenau.

Foto: Archiv 


 

Innung hilft, wenn der Schuh drückt
Jahreshauptversammlung der Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz im Servicehaus Handwerk

Dieser „Schuh“ musste erst passend gemacht werden: Die neue Datenschutzgrundverordnung war ein Schwerpunktthema auf der Jahreshauptversammlung der Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz im Servicehaus Handwerk. Denn Gesundheitsdaten gelten als besonders schutzwürdig. Da kam der Vortrag von Rechtsanwalt Thomas Haschert gerade recht. Er gab den Handwerksunternehmern einen Leitfaden an die Hand, der sie sicher durch den neuen Vorschriftendschungel führt – damit sich die Unternehmer wieder auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren könnnen. 


Schuhe individuell anfertigen und an die Bedürfnisse des Patienten anpassen, darin besteht die Kunst des Orthopädieschuhmachers. Auch für sich selbst würden sich die Handwerksunternehmer sorgsam Angepasstes wünschen – nämlich Rahmenbedingungen für ihr Tun in Form leicht umsetzbarer gesetzlicher Vorschriften. Leider aber sieht die Realität anders aus. „Wir werden mit Vorschriften und Dokumentationspflichten regelrecht zugemüllt“, stöhnt Obermeister Karl-Heinz Weber. Die neuen Verordnungen rund um den Datenschutz zum Beispiel lesen sich reichlich kompliziert und treiben manch Betroffenem den Angstschweiß auf die Stirn. Gut, dass Innung und Kreishandwerkerschaft Mittelrhein stets Experten an der Hand haben, die weiterhelfen.

Rat wusste Thomas Haschert als geladener Referent und Fachanwalt für Arbeitsrecht und internationales Wirtschaftsrecht. Er gab hilfreiche Tricks und Tipps für den Berufsalltag, damit die Orthopädieschuhmacher und –techniker rechtlich gesehen auch weiterhin in sicherem Fahrwasser unterwegs sein können.

Viel Wissenswertes zum Thema „Kompressionsstrümpfe – Fachwissen für die tägliche Arbeit“ lieferte Referent Stefan Schmitt, Fachberater Phlebologie bei Ofa Bamberg. Ob Rundstrick bei Venenerkrankungen oder Flachstrick bei Ödemen: Schmitt brachte die Innungsmitglieder auf den neuesten Stand der Technik.

Über die Abstimmungsgespräche u.a. mit dem Landesverband der Betriebskrankenkassen  rund um die Preisliste für Schuhe der Produktgruppe 31 berichtete Obermeister Karl-Heinz Weber. Weiteres Thema bei den Gesprächen war die Dokumentationspflicht. „Hier war es für uns wichtig, dass eine maximale Freiheit für unsere Mitgliedsbetriebe erreicht wird, wie die notwendige Dokumentation vor Ort durchgeführt wird.“

Aktuelles aus dem Zentralverband wusste Hauptgeschäftsführer Oliver Dieckmann zu berichten. Bei der Mitgliederversammlung in Berlin erklärte Dieckmann, dass er zum Jahresende sein Amt abgeben wird. Damit steht die Bundesgeschäftsstelle ZVOS vor einem Geschäftsführerwechsel. Man darf also gespannt sein, was die Experten rund um den gesunden Schuh in Zukunft noch „in Bewegung setzen“.

Foto: Juraschek


 

Wichtigkeit des Bindegewebes wird unterschätzt

Auf der Suche nach dem Ursprung „unerklärlicher“ Schmerzen: Dr. Charles Mathonet referierte bei der Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz

Der Mensch ist ein „Meister des Gehens“. Daran, dass dies auch bei Beschwerden so bleibt, arbeiten Mediziner und Orthopädie-Schuhmacher gleichermaßen. Über einen ebenso jungen wie vielversprechenden Forschungszweig, woher bis dato unerklärliche Schmerzen rühren könnten, berichtete nun Dr. Charles Mathonet, Oberarzt im Neuwieder Marienhaus Klinikum St. Elisabeth. Im Visier des Mediziners: das Bindegewebe.

Im Koblenzer Servicehaus Handwerk versammelten sich die Mitglieder der Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz, um dem Experten für Orthopädie und Unfallchirurgie zu lauschen. Viel zu lange, so das Credo des Mediziners, blieb das Bindegewebe in puncto Forschung unbeachtet. Ging es um Beschwerden, untersuchte man die Knochen und die Muskeln, nicht aber die Faszien, das Bindegewebe, die Bänder und Sehnen, die die Muskeln umschließen. Anders als lange angenommen, sei es keineswegs bloßes „Füllmaterial“, so Mathonet. Ganz im Gegenteil.

Das Netzwerk aus Bindegewebe, das den gesamten Körper durchzieht und stabilisiert, „lebt und verändert sich“. Unter anderem diene es als feuchtes Schmiermittel, das die Muskeln bei Bewegung flexibel aneinander vorbeigleiten lässt. Zudem befinden sich Rezeptoren an den Faszien, die dem Menschen gemeinsam z.B. mit dem Sehsinn und dem Gleichgewichtsorgan helfen, seine Lage wahrzunehmen. „Verfilzen diese Faszien, etwa durch Bewegungsmangel, kann dies ein Erklärungsmuster für Schmerzen sein“, schilderte Charles Mathonet. Eine Erkenntnis, die den Weg für neue Behandlungsmethoden und sinnvolle Maßnahmen zur Vorbeugung ebnet. „Wir wissen heute: Möglichst vielfältige Bewegungen sowie spezielle Massagen erhalten die Elastizität des Bindegewebes“.

Dass der Körper kein starres Gerüst ist, sondern ein biegsames, dynamisches Modell, das über Bänder und Federn miteinander verbunden ist – dieses Bild gewinne in der Medizin mehr und mehr an Bedeutung, ist der Arzt aus Belgien überzeugt.

Auch für die Orthopädie-Schuhmacher als „Mobilmacher“ sind Denkanstöße dieser Art von großer Wichtigkeit. Dementsprechend interessiert wurde der Vortrag des Experten aufgenommen. Rührig ist die Innung, die 81 Vollmitglieder umfasst: Ob Treffen mit dem Zentralverband, Ausarbeiten von Verträgen mit den Krankenkassen, Öffentlichkeitsarbeit zur Nachwuchsgewinnung oder Teilnahme an Messen. Die Orthopädie-Schuhmacher sind dabei. Die Institution, die allen hiesigen Innungen vorsteht, ist die Kreishandwerkerschaft (KH) Mittelrhein. Sie organisierte, wie immer, auch die jetzige Herbstversammlung und bot ein umfassendes Serviceangebot. So sorgte Steuerberater und Diplom-Finanzwirt Gerhard Regnery für Durchblick in puncto „Schwerpunkte der Steuerprüfung im Handwerk“. Über Aktuelles aus dem Zentralverband (ZVOS) sowie Vertragssituation und Abrechnungsfragen aus der Praxis berichtete stellv. Hauptgeschäftsführer Michael Seelig. Die Finanzen der Innung sind das Ressort von Geschäftsführer Karlheinz Gaschler, wobei die Beschlüsse einstimmig erfolgten. Am Ende des Tages gab es viele zufriedene Gesichter – und neue Ideen, wie der Mensch auch in fortgeschrittenem Alter gut zu Fuß unterwegs sein kann.  

Foto: Archiv


 

Regelung Betriebsnachfolge Thema bei Orthopädieschuhmacher

Aus der Arbeit der Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Mittelrhein-Pfalz berichtete Obermeister Karl-Heinz Weber. Im Mittelpunkt standen die neuen Verträge mit den Krankenkassen. Stellv. Hauptgeschäftsführer Michael Seelig vom Zentralverband Orthopädie-Schuhtechnik (ZVOS, Hannover) erläuterte die Fortentwicklung der Verträge auf Bundesebene. Für die Betriebe ist es eine besondere Situation, die neue Produktgruppe 08 Einlagen mit Stützender Einlage und Bettungseinlage umzusetzen. Viele Ärzte haben dies noch in der Praxis umzusetzen.

Die Tochter des Kollegen Poss aus Trier, Marie-Therese Poss, wurde im Rahmen der Innungsversammlung von Obermeister Karl-Heinz Weber mit dem Förderpreis für begabte Junghandwerker ausgezeichnet. Sie konnte im vergangenen Jahr die Gesellenprüfung mit dem Gesamtergebnis „Sehr gut“ und einer Note von 1,3 abschließen. Mit Dank und Anerkennung überreichte Obermeister Weber eine Urkunde sowie einen Geldbetrag über 500 €.

Betriebsberater Ulf Hoffmann von der Handwerkskammer Koblenz gab wichtige Tipps zur Betriebsführung im Handwerk. Die Betriebsberatung steht allen Mitgliedsbetrieben zunächst für den Bezirk Koblenz zur Verfügung. Hoffmann zeigte hierbei das umfangreiche Feld der Betriebsberatung auf, was breite Aufmerksamkeit fand.

Im Detail ging er dann auf die Thematik der Betriebsübergabe ein und erläuterte hierbei die einzelnen Punkte in betriebswirtschaftlicher, steuerrechtlicher und allgemein-rechtlicher Sicht. Eine Reihe von Fragen aus der Versammlung wurde hierbei zur Sprache gebracht.

Dr. med. Andreas Behr von der Diabetologisch Hausärztlichen Gemeinschaftspraxis referierte über die Stadien und Therapiemöglichkeiten im Bereich der Schuhversorgung. Das diabetische Fußsyndrom erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Orthopädie-Schuhmacher-Meisterbetrieb und dem Facharzt. Nur so könne erreicht werden, dass eine weitere Schädigung des Fußes unterbleibt.

Foto: Harald Göbel


 
Verantwortlich: Kreishandwerkerschaft Mittelrhein
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